Anschluss-Stopp zwingt Unternehmen zu intelligenterem Energiemanagement

Ein Anschlussstopp bedeutet nicht, dass Solarmodule ihren Wert verlieren, aber es bedeutet, dass sich das Geschäftsmodell ändert. Jahrelang war der Ausgangspunkt, dass man Solarstrom in das Netz zurückspeisen konnte. Wenn das nicht mehr möglich ist, muss man sich hauptsächlich auf einen hohen Eigenverbrauch verlassen. Unternehmen mit einem soliden Stromprofil können ihren erzeugten Strom direkt selbst verbrauchen und damit rentabel wirtschaften, oft sogar ohne Subventionen.

Wenn das nicht ausreicht, sind Speicherung und intelligentes Laden die logischen nächsten Schritte. Batterien sind in den letzten Jahren deutlich billiger geworden. Mit ihnen kann man tagsüber erzeugten Solarstrom für den späteren Gebrauch speichern oder nachts, wenn die Preise niedriger sind, Strom kaufen. Sie können diese Energie dann nutzen, wenn Sie sie brauchen. Auch der elektrische Verkehr kann dabei eine Rolle spielen: Laden Sie Lkw oder Pkw auf, wenn Platz im Netz ist oder die Preise niedrig sind, und nutzen Sie diese Energie später für Ihren eigenen Betrieb. Außerdem gibt es inzwischen Automarken, deren Batterien auch in das örtliche Stromnetz zurückspeisen können.

Ein Anschlussstopp beeinträchtigt nicht nur die Energiewende, sondern auch die Unternehmensentwicklung. Wenn man keinen zusätzlichen Strom bekommt, wird die Expansion schwierig. Gleichzeitig gibt es Möglichkeiten, die Energie intelligenter zu organisieren. Schließlich arbeitet der Energiemarkt mit viertelstündlichen Preisen. In Zeiten eines hohen Angebots, zum Beispiel an sonnigen Tagen, können die Preise stark fallen oder sogar negativ werden. Mit Speichern, Ladesäulen und Solar-Carports zum Beispiel kann man dem zuvorkommen.

Sie muss individuell angepasst werden, da jedes Unternehmen ein anderes Verbrauchsprofil hat. Die Unternehmer müssen verstehen, was die richtige Mischung aus Erzeugung, Einspeisung, Speicherung und Beschaffung für sie ist. Die Technologie ist vorhanden. Der nächste Schritt besteht darin, dass die Unternehmen ihr Energiemanagement flexibler gestalten und aktiv nach Möglichkeiten suchen, wie sie den vor Ort erzeugten Strom optimal nutzen können. Alles, was man selbst erzeugt und direkt nutzt, verringert den Druck auf das Netz. Dies wird in den kommenden Jahren eine enorme Entwicklung sein.

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